feedback2
lemwerderlogo
feedback
bullet
Sekundarstufe 2

Die Situation (im Jahre 2007)

Die Einführung des Zentralabiturs in Niedersachsen sowie die Reform der gymnasialen Oberstufe hat für das Fach Kunst - wie auch für andere Fächer - einschneidende Konsequenzen. Vor der Reform hatte der einzelne Kunstlehrer große Spielräume in der konkreten Umsetzung der Vorgaben. Die Unterrichtsthemen konnten von Schule zu Schule stark variieren.

Mit der Einführung des Zentralabiturs ergibt es sich als zwingend notwendig, dass alle Schüler/-innen in Niedersachsen zeitgleich dieselben Unterrichtsinhalte vermittelt bekommen, um anschließend mit gleichen Voraussetzungen die Zentralabituraufgaben bearbeiten zu können. Somit werden jedes Jahr “Thematische Vorgaben” veröffentlicht, in welchen kleinteilig vorgegeben wird, was zu unterrichten ist.

Es bleibt jedem unbenommen, hierzu seine eigene Meinung zu haben; ich persönlich meine nach 25 Jahren Oberstufenunterricht mit vielen Leistungskursen, dass das Zentralabitur einem vitalen und authentischen Kunstunterricht entgegensteht.

Einzelne Schülerarbeiten aus den Jahren 1985 - 2004

11uhr1
11uhr2
11designschuhe
11uhr5
11uhr4
11uhr3
11uhr6
12lasurfeder
12wasserfall2
12landschaft
12stilleben
12wasserfall
12hobbit
13radziwill
12torsi
13blumen
13schmusetier2
13erdfarben
13schmusetier1
12canyon
13schmusetier3
13schmusetier4
13fotokatinka
13wasser1
wabenadja
wabekatharina
wabenadine
wabeneele
wabesandra03
wabesonja03

Thematische Vorgaben für das Abiturjahr 2009 - Kunst

Fachbezogene Hinweise

In der Qualifikationsphase müssen die in den Inhaltsbereichen (RRL, 2.2) beschriebenen Basiskenntnisse, -fertigkeiten und -fähigkeiten vermittelt werden.
 Für das Zentralabitur 2009 im Fach Kunst sind die nachfolgend aufgeführten drei Thematischen Schwerpunkte mit ihren vorgegebenen Beispielen verbindlich zu bearbeiten. Hinsichtlich der nach Unterricht auf grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau zu differenzierenden Ansprüche sind die Ausführungen der Rahmenrichtlinien und der Verordnung über die gymnasiale Oberstufe in der jeweils geltenden Fassung zu beachten.
 Reihenfolge der Thematischen Schwerpunkte:
Die drei Thematischen Schwerpunkte sind in der vorgegebenen Reihenfolge in den ersten drei Schulhalbjahren der Qualifikationsphase zu unterrichten. Der Thematische Schwerpunkt 3 wird für die Abiturprüfung 2010 als Thematischer Schwerpunkt 1 (im 1. Halbjahr des Schuljahrgangs 12) übernommen.

Thematischer Schwerpunkt 1: Zeit im Bild

Im Mittelpunkt dieses Schwerpunktes steht die Frage nach den Möglichkeiten der Umsetzung der Zeit durch die Sprache der Bilder.

Verbindlich im Unterricht auf grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau zu bearbeitende Bilder

Das Simultanbild – Zeit und Ewigkeit
1. Jörg Ratgeb, Auferstehung Christi, 1519, rechter Außenflügel des Herrenberger Altars, Öl auf Holz, 270 x 145 cm, Staatsgalerie Stuttgart.

Bewegung im Einzelbild
2. Peter Paul Rubens, Die Wildschweinjagd, um 1620, Mischtechnik auf Holz, 137 x 168 cm, Dresden, Staatliche Kunstsammlungen, Gemäldegalerie Alte Meister.
 
Sequentielle Kunst
3. Scott McCloud, Comics richtig lesen, Kapitel 3.

Bewegte Bilder – Montage im Film
4. am Beispiel einer Filmsequenz.

Unterrichtsaspekte

Rezeption
(verbindlich für Unterricht auf grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau)

Kenntnis
•  der jeweils spezifischen bildsprachlichen Mittel der Kunstgattungen
•  wesentlicher Fachbegriffe
 Fähigkeit
•  zur Beschreibung, Analyse und Interpretation
•  zur begründeten Stellungnahme zu eigenen Bildgestaltungen

Vertiefend für Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau

Kenntnis
•  der dramaturgischen Möglichkeiten des Filmes, insbesondere der Montage
•  von Methoden der Rezeption und Produktion eines Filmes
Fähigkeit
•  zum flexiblen und zielgerichteten Umgang mit Methoden der Analyse eines Filmes

Produktion (verbindlich für Unterricht auf grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau)

Fertigkeiten
•  in der Herstellung von Skizzen, Studien und Entwürfen
•  im Umgang mit der Bildsprache der Sequentiellen Kunst
Fähigkeiten
•  zur Entwicklung unterschiedlicher Kompositionen zur Umsetzung von Zeit und Spannung
•  zur Entwicklung von Bildergeschichten – zielgerichteter Einsatz der bildsprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten
 
Vertiefend für Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau

Fertigkeiten
•  in der Herstellung von Storyboards für Filmsequenzen
 Fähigkeit
•  zur eigenständigen Entwicklung von Filmsequenzen in Form von Storyboards

Thematischer Schwerpunkt 2: Mensch und Raum – Landschaft

Im Mittelpunkt dieses Schwerpunktes stehen unterschiedliche künstlerische Aneignungsformen der Landschaft in der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts.
Verbindlich im Unterricht auf grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau zu bearbeitende Bilder
 
Landschaftsmalerei als subjektive Verinnerlichung des Geschauten
1. Caspar David Friedrich, Kreidefelsen auf Rügen, um 1820, Öl auf Leinwand, 90 x 70 cm, Winterthur, Stiftung Oskar Reinhardt. 

Die Thematisierung der Wahrnehmung in der Stadtlandschaft
2. Claude Monet, Gare St. Lazare, 1877, Öl auf Leinwand, 75 x 105 cm, Paris, Musée du Louvre. 

Landschaftsdarstellung als expressiver Malakt
3. Vincent van Gogh, Kornfelder mit Krähen, Öl auf Leinwand, 50,5 x 103 cm, Amsterdam, Rijksmuseum Vincent van Gogh. 

Landart
4. Christo und Jean Claude, Valley Curtain, Rifle, Colorado (1970-72).
 
Unterrichtsaspekte

Rezeption (verbindlich für Unterricht auf grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau)

Kenntnis
•  der bildbezogenen kunstgeschichtlichen Kontexte
•  wesentlicher Begriffe der bildgattungsbezogenen Fachsprache
•  von unterschiedlichen künstlerischen Verfahren zur Umsetzung der Thematik
•  wesentlicher bildsprachlicher Mittel der Landschaftsmalerei
 Fähigkeit
•  zur Beschreibung, Analyse, Interpretation und zum Vergleich von Bildern
•  bildsprachliche Besonderheiten zu erfassen und auch praktisch-rezeptiv zu veranschaulichen
•  zu begründeten  Stellungnahmen zu eigenen Bildgestaltungen
 
Vertiefend für Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau
 
Kenntnis
•  wesentlicher Ausprägungen und Entwicklungsschritte der Bildgattung Landschaft seit 1800
•  unterschiedlicher Methoden bei der Auseinandersetzung mit Kunstwerken
 Fähigkeit
•  zum flexiblen und zielgerichteten Umgang mit Methoden der Bilduntersuchung

 
Produktion (verbindlich für Unterricht auf grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau)
 
Fertigkeiten
•  in der Herstellung von Skizzen, Skizzenfolgen, Studien nach der Anschauung und in der
Auseinandersetzung mit visuellen Vorlagen als Voraussetzung für Gestaltungen
•  zur Umsetzung der Planungen in Bilder
•  im Umgang mit unterschiedlichen künstlerischen Techniken der Malerei und Zeichnung
Fähigkeit
•  zur eigenständigen Gestaltung nach Vorgabe klar definierter formaler und inhaltlicher
Problemstellungen der Landschaftsdarstellung
•  zur Verdeutlichung der Vorgehensweise im Gestaltungsprozess
 
Vertiefend für Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau
 
Fähigkeit
•  zur Entwicklung unterschiedlicher Lösungsansätze und deren Präsentation
•  Fähigkeit zum flexiblen und zielgerichteten Umgang mit Methoden zur Produktion von Bildern: Entwickeln, Skizzieren, Variieren, Optimieren, Umsetzen und Begründen einer Idee
•  zur eigenständigen bildlichen, textunterstützten Konzeption und Ausführung eines Landartprojektes

 

Thematischer Schwerpunkt 3: Kulturelle Werbung

Im Mittelpunkt dieses Schwerpunktes steht das Plakat als zentrales visuelles Kommunikationsmedium.
Verbindlich im Unterricht auf grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau zu bearbeitende Plakate und Werbemittel
 
Das Plakat im Spannungsfeld zwischen Kunstwerk und Massenmedium
1. Henri de Toulouse-Latrec, Divan Japonais, 1892, Farblithografie, ca. 81 x 62 cm Paris 1895.
 
Theaterplakate
2. Jan Lenica (Entwurf), Plakat zur Oper Wozzeck von Alban Berg nach Georg Büchner, Teatr Wielki, Warschau 1964, Offsetlithografie, 98 x 67,5 cm. 
3. Heinrich Kreyenberg (Grafik schauspielhannover), Arno Declair (Fotografie), Plakat zum
Schauspiel Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin, schauspielhannover 2004, 84 x 59,5 cm.
 
Aktuelle Kommunikationsstrategien
4. am Beispiel einer Werbekampagne.
 
 
Unterrichtsaspekte
 
Rezeption (verbindlich für Unterricht auf grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau)
 
Kenntnis
•  kommunikationstheoretischer Grundlagen
•  von Methoden der Rezeption von Plakaten
•  wesentlicher Begriffe der bildgattungsbezogenen Fachsprache
•  über die für das Kommunikationsmittel Plakat wesentlichen Gestaltungsmittel und Wirkungsmechanismen
•  der Abläufe bei der Konzeption einer Werbekampagne
 Fähigkeit
•  zur Beschreibung, Analyse und Interpretation und zum Vergleich von Plakaten
•  bildsprachliche Besonderheiten zu erfassen und auch praktisch-rezeptiv zu veranschaulichen
•  Gestaltungsmerkmale und Wirkungsmechanismen von Plakaten und Plakatreihen zu erkennen und begründet aufzeigen zu können
•  zur Begründung von Gestaltungsentscheidungen
 
Vertiefend für Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau
 
Kenntnis
•  von Methoden der Rezeption visueller Werbemittel
 Fähigkeit
•  zur zielgerichteten Rezeption visueller Werbemittel
 
 
Produktion (verbindlich für Unterricht auf grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau)
 
Fertigkeiten
•  in der Herstellung von Skizzen, Skizzenfolgen, Reinzeichnung und Texten als Voraussetzung
für die Gestaltung eines Plakates
•  in der Anwendung der Gestaltungskomponenten Layout, Typografie und Farbe
•  im Umgang mit unterschiedlichen Gestaltungstechniken (Grafik, Montage, ...)
Fähigkeit
•  zur Gestaltung eines Plakates nach Vorgabe einer klar umrissenen Problemstellung
•  zum prozessorientierten Gestalten (Skizzieren, Variieren, Optimieren)
•  zur zielgruppenorientierten Motiventwicklung
 
Vertiefend für Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau
 
Fähigkeit
•  zur Konzeption und Realisation einer mehrteiligen Kampagne im Sinne des Corporate
Designs (Bausteinprinzip: z.B. Flyer – Postkarte – Plakat – …)

C. Sonstige Hinweise

Nachfolgend aufgeführte Bilder und Materialien werden als in der Schule vorhanden vorausgesetzt:
 
Bilder
•  Meisterwerke  der Kunst, Kunstmappenarchiv  auf CD-Rom, hrsg. vom Landesinstitut für Erziehung und Unterricht Stuttgart, Neckar Verlag, Villingen-Schwenningen 2002. Beinhaltet die Mappen 1 (1952) - 50 (2002) sowie die Meisterwerke der Architektur 1 und 2
•  25000 Meisterwerke. DVD. The York Project, Berlin 2003
•  Lieferbare Ausgaben der „Meisterwerke der Kunst“, hrsg. vom Landesinstitut für Erziehung und Unterricht Stuttgart, Neckar Verlag, Villingen-Schwenningen, incl. der lieferbaren ergänzenden Quellen und Texte
•  Meisterwerke  der Architektur  (Mappenwerk), hrsg.  vom Landesinstitut für Erziehung und Unterricht Stuttgart, Villingen-Schwenningen 1999, (Neckar Verlag) , Heft 1 und 2
 
Materialien
•  Alle Werkzeuge, Medien und Materialien, die im Zusammenhang praktischer Übungen und praktischer Arbeiten in der Qualifikationsphase zum Einsatz im Kunstunterricht kamen, sind in der Abiturprüfung für die Prüflinge vorzuhalten.

Web-Impressum
www.kunstpauker.de ist eine von Thomas Reinsch betriebene, gestaltete und betreute Web-Site.

Alle Informationen sind sorgfältig zusammengestellt worden, dennoch können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Daher können keine rechtlichen Ansprüche aus den hier vorgestellten Informationen abgeleitet werden. Jegliche Folgehaftung ist  ausgeschlossen. Für die Inhalte von verlinkten Seiten sind deren jeweilige Betreiber verantwortlich.