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Der verstreute Künstler Max Schroeder steht in seinem Atelier. Er hat die große Ehre der zerstörten Anette von Alberto Giacometti eine neue Hand zu schaffen. Diese war durch einen Sturz beschädigt worden. Drei Monate arbeitete er beinahe Tag und Nacht an seinem Werk, bis er es endlich als beendet ansah. Er löschte das Licht in seinem Atelier und ging zu Bett.... Kaum war die Tür geschlossen wurde der Raum mit einem wunderbaren Zauber erfüllt und Anette löste sich aus ihrer Starre, von Ungeduld getrieben ihre neue Hand zu betrachten. Sie hüpfte mit ihrem Sockel zu einem Spiegel wo sie vor Schreck erstarrte. “Oh, Himmel welch gräßliche Krallen?! Lange, dünne Finger ohne Knöchel, sie scheinen eher zu einer verdorrten Wasserleiche zu gehören. Sie machen mich zu einer gräßlichen, gefährlichen alten Hexe und betonen noch mein kantiges, unebenes Antlitz. So gespenstisch, dass ich vor mir selbst erstarre. Ich erscheine so böse wie ein hungriges Monster auf seiner gierigen Suche nach Nahrung. Wo ist meine einstige Schönheit hin? Meine glatte, zarte Haut und mein zierliches Erscheinungsbild. Dahin! Nun werden sich die Kinder vor mir fürchten und die Weiber über mich lachen. Dabei könnte ich sie mit meinen Krallen bei lebendigem Leibe zerfetzen. Nun muss ich damit leben. Ich hoffe nur mein geliebter David erkennt mich noch in unserer Kunsthalle. Oh, was höre ich da....?” Plötzlich entzündete sich das Licht und erlöschte damit den Zauber der lebendigen Anette. Unbemerkt hüpfte sie blitzschnell auf ihren Platz zurück und erstarrte dort für alle Zeiten...
Text: Sina
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