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Es gibt einen Reader, der als Erste-Hilfe-Koffer für alle gedacht ist, die demnächst eine Facharbeit schreiben wollen oder bereits dabei sind. Dieser Reader wurde am Gymnasium Brake vom Fach Deutsch, namentlich von Frau von Fisenne und Herrn Köppen erstellt. Eine leicht modifizierte Version für das Fach Kunst gibt es hier als PDF und hier als OpenOffice/Staroffice - Dokument. Er besteht aus drei Teilen:
- Verbindliche Regeln zur Anfertigung der Facharbeit
- Tipps zur Anfertigung
- Bewertungskriterien für die Facharbeit in KUNST
Der Reader ist zu umfangreich, um hier in voller Länge dargestellt werden zu können. Um dennoch einen kleinen Einblick zu geben, folgen hier die ‘Tipps’ und die Bewertungskriterien. Wer mehr will, muss halt den Reader herunterladen.
Tipps und sonstige Ratschläge (auch Ratschläge sind Schläge)
- Locker bleiben! Es gibt nicht nur ein Leben vor und nach der Facharbeit, sondern auch währenddessen
- Sichern und Speichern ist oberstes Gebot, solange Bill Gates keine absturzfreie Software liefert. Alles, was Du am Computer schreibst, solltest Du in kurzen (15min)-Abständen auf Festplatte (möglichst nicht Laufwerk C:\) und Stick / Diskette speichern.
- Zeit- und Arbeitsplan erstellen: Es hilft tatsächlich, von vornherein Arbeitszeiträume zu bestimmen und in etwa festzulegen, was bis zu welchem Datum fertig sein muss!
- Mind-Mapping: Während der Arbeit kommen einem - hoffentlich! - ziemlich viele gute Ideen, die irgendwo in die Arbeit einfließen sollen. Aber wo? Schließlich braucht die Arbeit ja einen 'roten Faden' und eine logische Struktur. Hier hilft es, die Struktur der Arbeit auf ein riesiges Stück Papier zu zeichnen und die neuen Ideen dort an der passenden Stelle zu vermerken. Es geht auch am Computer, vorausgesetzt, Du legst für die Facharbeit einen eigenen Ordner an, der die Struktur der Arbeit in Form von Unterordnern, Unter- Unterordnern und Unter-Unter-Unterordnern enthält.
- Bloß nicht vereinsamen: Halte von Dir aus Kontakt zu mir, zwei bis drei Betreuungsgespräche sind durchaus üblich. Ich will ohnehin zwei schriftliche Zwischenberichte von jedem haben. Arbeite mit anderen zusammen, um Fragen der formalen Anlage zu besprechen.
- Konzentriere Deine Arbeit auf die präzise Themenstellung und die dafür relevanten Materialien. Lass Nebensächliches, Ablenkendes und Inhaltsleeres weg!
- Weniger ist manchmal mehr: Hüte Dich vor einer Materialüberflutung, die Dich arbeitsunfähig macht. Du schreibst keine Examensarbeit, also brauchst Du auch nicht hunderte von Büchern und Quellen durchzuwühlen. Konzentriere Dich auf zuverlässige und ergiebige Quellen. Dies ist auch ein Hinweis darauf, dass das Internet viele (sehr viele) inhaltsschwache Informationen in toller Präsentation bietet. Lass Dich nicht blenden.
- Apropos Internet: Auch Lehrer kennen sich damit aus, vielleicht besser, als dir lieb ist. Deswegen halte dich strikt an die Regeln des richtigen Zitierens! Gibt genau die URL an, von der deine Informationen stammen. Nachgewiesenes ‘Schummeln’ wie z.B. Unterschlagung von Quellenangaben führt zu einer 0-Punkte-Bewertung.
- Überlege Dir gründlich die am zweckmäßigsten anzuwendende(n) Untersuchungsmethode(n). Vor allem, wenn Du eigene praktisch-gestalterische Anteile oder z.B. ein Künstler-Interview einbringen willst, solltest Du Dir rechtzeitig über diese Arbeitsmethode im Klaren sein.
- Stelle auch offen gebliebene Fragen, aufgetauchte Widersprüche, die Grenzen Deiner Urteilsfähigkeit, Informationsmangel oder eigene Fehler (z. B. bei Experimenten) dar und erläutere diese. Das Erkennen solcher vermeintlichen „Mängel“ schlägt sich in der Beurteilung meistens positiv nieder.
- Benutze die Fachsprache. Formuliere klare Aussagen . Verwende Begriffe exakt.
- Argumentiere logisch: Lege Sachverhalte möglichst genau dar, verbinde sie logisch miteinander.
- Die Facharbeit ist eine spezielle Textform; benutze daher die deutsche Schriftsprache [Standardsprache] korrekt; insbesondere sollen Ausdrucksweise und Satzbau angemessen sein. Umgangssprache ist unbedingt zu vermeiden.
- Stelle Deine Facharbeit mindestens zwei volle Arbeitstage vor dem Abgabetermin fertig und nimm Dir Zeit für die sprachliche Überarbeitung [Korrekturlesen].
Diese Seite mit Tipps und Ratschlägen wurde von Thomas Reinsch erstellt. Sie basiert auf ähnlichen Formulierungen aus unterschiedlichen Quellen.
Bewertungsbogen
Formale Richtigkeit der Facharbeit (20%)
- Vollständigkeit: Ist die Arbeit vollständig oder fehlen Teile?
- Layout: Sind die typographischen Vorgaben eingehalten (Seitenspiegel, Seitenangaben, gliedernde Abschnitte und Überschriften)?
- Inhaltsverzeichnis: Sind die Angaben und die Gliederung richtig?
- Anmerkungen: Umgang mit Anmerkungen, Trennung von Text und Anmerkungen?
- Zitate: Sind die Zitate exakt wiedergegeben, jeweils richtige Zitierweise und Quellenangabe?
- Literaturverzeichnis: Ist ein sinnvolles Literaturverzeichnis vorhanden mit Angaben zur in der Arbeit benutzten Sekundärliteratur, ggf. zur Primärliteratur?
- Sprachliche Richtigkeit: (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik) und standardsprachlich angemessener Ausdruck (Satzbau, Wortwahl)?
Methodische Vorgehensweise (20 %)
- Fachsprachliche Richtigkeit:: Sind die notwendigen fachlichen Begriffe bekannt? Werden die Begriffe klar definiert und eindeutig verwendet?
- Fachliche Methoden: Werden die Methoden der Rezeption und ggf. der Produktion beherrscht und kritisch angewendet?
- Literatur- und Materialbeschaffung: Sind angemessene Wege zur Informations- und Literaturbeschaffung beschritten worden (Bibliotheksarbeit, Internet, Zeitschriften, Felduntersuchung, Experten-, Zeugen- oder Künstlerinterview)?
- Umgang mit dem Material: Exerpte, kritische Vergleiche; zitierend, kommentierend? Wird gewissenhaft unterschieden zwischen Faktendarstellung, Referat der Positionen anderer und der eigenen Meinung?
- Sachlichkeit und Distanz: Zeigt die Arbeit trotz geforderten, persönlichen Engagements die nötige Sachlichkeit und kritische Distanz?
Inhaltliche Bewertungsaspekte 60 %
- Inhaltliche Darstellungs- und/oder Arbeitsweise
- Inhaltlich logischer Aufbau: Ist die Arbeit themengerecht und logisch gegliedert (Einleitung, Hauptteil, Schluss)?
- Thesenbildung: Werden Thesen sinnvoll aufgestellt, sorgfältig begründet und argumentativ gestützt; sind die einzelnen Schritte schlüssig aufeinander bezogen?
- Gesamtbezug: Führen die einzelnen Thesen oder Argumentationsstränge stringent zu einem Gesamtergebnis? Ist ein durchgängiger Themenbezug gegeben, oder zerfällt die Arbeit in unzusammenhängende Einzelabschnitte?
Ästhetische Produktion / Gestalterische Qualitäten (für Facharbeiten mit gestalterisch - praktischen Anteilen)
- Darstellungstechniken und -materialien: Entspricht die Wahl der Technik (Malen, Zeichnen, Plastizieren, ...) und der Materialien (Farbe, Stifte, Ton, Stein, Holz, ...) der Darstellungsabsicht?
- Gestalterische und / oder darstellende Fähigkeiten
- Ästhetische Beurteilungskriterien
- Inhaltliche Einbindung der eigenen Gestaltung in das Facharbeitsthema: Führt die eigene Gestaltung zu einem inhaltlichen Erkenntnisgewinn und / oder ist inhaltlich Erarbeitetes bildhaft umgesetzt und ausgedrückt worden?
- Inhaltliche Auswertung und Verarbeitung des praktischen Anteils: Wird der im praktischen Anteil erworbene Erkenntnisgewinn angemessen reflektiert, ausgewertet und in das Gesamtergebnis einbezogen?
Ergebnis der Arbeit
- Führt die Arbeit zu vertieften, selbständigen und kritischen Einsichten?
Der Bewertungsbogen wurde von Thomas Reinsch erstellt.
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